Begegnung mit den Heilern Amazoniens
Im näheren und ferneren Umkreis der weltgrößten Enklave Iquitos finden wir eine namhafte Tradition herkömmlichen medizinischen Wissens in unterschiedlicher Gestalt. Da die Praxis dieses Wissens in ein soziales Umfeld der Armut und der Ungebildetheit eingebettet ist, erfährt sie in der Hand der die "Medizin" Ausübenden jede nur mögliche Einfärbung, - bis hin zur Scharlatanerie. Der vom Nimbus des Dschungels angezogene Reisende, der eine Begegnung mit dem "Schamanismus" sucht - eine Begriffsprägung, deren Inhalt dem Einheimischen bis vor kurzem unfassbar blieb - soll daher mit dieser Netzseite eine gewissenhafte Grundlage zur Hand gestellt bekommen, um zum einen seine Reise in unser Amazonien unvergesslich und erfolgreich zu gestalten, und um zum anderen im Vorfeld kurzweilige, hoffentlich erbauliche Wortspenden in Schriftform studieren zu können, die seine Phantasie anregen und zu weiterer Reifung zukünftiger Unternehmungen beitragen möchten. Im Dschungelcamp "Otorongo" (benannt nach Südamerikas größter Wildkatze) finden Sie, werte Leserin, werter Leser, Kontakt mit einer gewissenhaft geprüften Auswahl erlebenswerter Heiler, die zu den besten ihres Faches gezählt werden können. Die Lage des Camps in besonderer Abgeschiedenheit im Urwald trägt in Verbund mit den unvergesslichen Nachtzeremonien und der Einnahme von Kraftpflanzen mit dazu bei, dass im Besucher ein tiefschürfender Prozess ausgelöst wird, der ab dann nie mehr zum Erliegen kommt. Ein solcher Prozess stellt sich, wenn er auf Vertrauen in unsere Betreuung zurückgreifen kann, schlussendlich auch Hindernissen und Leid. Darüber hinaus will die Gastfreundschaft des langgedienten Personals der Eremitage "Otorongo" dem Besucher in bester loretanischer Lebensfreude eine glückliche Zeit in naturbelassenem Ambiente bescheren. Begegnung mit dem Großmeister Don Agustin Rivas Vásquez
Reisen nach Peru
Agustin Rivas Vásquez, 72, zählt heute zu den renommiertesten Medizinmännern,
die auf internationaler Ebene Anerkennung gefunden haben. Er ist möglicherweise
der höchstdekorierte "Schamane" in Peru und bekleidet den Rang eines
"Altomando Murallo". Seine Auftritte am Schamanenkongress Alpbach 1998 und
seine Besuche in Österreich über ein Jahrzehnt lang haben einem weiten Kreis
von Interessenten einen Eindruck zu seiner Person und seiner Arbeitsweise
vermittelt. Zusätzlich sind Filme und eine Biographie erschienen, die von
seiner Arbeit in Peru erzählen. Don Agustin betreibt in der Nähe seines
Heimatdorfes Tamshiyacu sein Heilcamp "Yushintaita". Es dient der Suche nach
Frieden, Heilung und Einsicht. Die Besucher erfahren eine auf sie zugeschnittene
Behandlung. Die Begegnung findet auf mehreren Ebenen statt: Durch morgendliche
und nächtliche Reinigungsrituale; durch Tabakzeremonien; durch die Einnahme
verschiedener Pflanzen aus dem botanischen Garten; durch, wenn gewünscht,
rigorose Diäten, durch Wanderungen im Dschungel; durch sorgfältige Besprechungen;
durch Heilzeremonien.
Programm einer 14- bzw. 16 tägigen Reise in den peruanischen Amazonasdschungel1.Tag: Abflug am Abend nach Madrid von Wien Schwechat mit Iberia. Gratis-Übernachtung in einem 4*-Hotel am Flughafen oder im Zentrum von Madrid. 1.Tag (alternativ): Abflug frühmorgens nach Madrid von einem deutschen Flughafen oder - für Schweizer - von Zürich mit Iberia. Weiterflug nach Lima zu Mittag mit Iberia. 2.Tag: Reichhaltiges spanisches Frühstücksbuffet im Hotel. Transfer zum Flughafen. Abflug zu Mittag. Ca. 12-stündiger Transatlantikflug von Madrid nach Lima mit Iberia. Ankunft gegen 18.30 Uhr Ortszeit Lima, d.h. bei Sonnenuntergang (MESZ = 1.30 Uhr morgens). Fahrt im Bustaxi zum deutschen Gästehaus in den Luxusstadtteil Surco, 3*-Qualität, incl. Swimmingpool und deutschem Humor. 3.Tag: Aufstehen um 6.30h morgens. Frühstück. Abfahrt im Bustaxi zum Flughafen. Abflug nach Iquitos um 8.45h. Ankunft 11.00h. Empfang durch Don Agustin. Transfer in die Stadt. Geldwechseln, Kauf von Gummistiefeln. Mittagessen. Fahrt zum Tourismushafen Huayquito. Abfahrt um 14.00h mit dem Schnellboot. Ankunft in Tamshiyacu um 15.00h. Einstündiger Fußmarsch in den Dschungel zum Camp "Yushintaita". Gehbehinderte und Kranke werden von Don Agustin selbst mit dem Motorrad gefahren. Bezug der Zimmer bzw. Betten, Frischmachen, Abendessen. 20 Uhr: Vorstellung der Reiseteilnehmer im Zeremonialhaus. 4.Tag: 6.00h morgens, rituelle Einnahme der Latexmilch Ojé, einem exquisiten Reinigungsmittel gegen Parasiten. 9.30h Ende der Prozedur. Leichtes Frühstück. Schlafen. 13.00h Mittagessen. Nachmittags Einreiben mit dem Extrakt der Huito-Frucht, die den Körper bis zur Abreise blau färbt. Möglichkeit zum Kauf von persönlichen Ritualpfeifen. Foto Zeremonienhaus in Yushintaita 5.Tag: Vorbesprechung für die nächtliche Ayahuasca-Zeremonie mit Einweihung der persönlichen Pfeifen. Zeremonienbeginn 19.00h, Ende gegen 1.00h morgens. 6.Tag: Einnahme von vorbereiteten Medizinen noch vor dem Frühstück. Nachbesprechung. Wanderung in den Dschungel, Suche von Intentionsstäben. 7.Tag: Meditation im Dschungel, Eingrabung im Quarzsand zwecks Ableitung des elektromagnetischen Stresses unseres Körpers. Abends zweite Ayahuasca-Zeremonie. 8.Tag: Nachbesprechung. Individualkonsultationen. Abends Tabakzeremonie und Konfrontation mit der eigenen negativen Energie. 9.Tag: Wanderung nach Otorongo, Don Agustin's ehemaligem Ausweich-Camp. Abends, noch in Otorongo, dritte Ayahuasca-Zeremonie. 10.Tag: Nachbesprechung. Rückkehr nach Yushintaita. Abends Ausführungen durch Don Agustin über den Curanderismo und seine Wege des Lernens. 11.Tag: Exkursion in den Wald. Vierte und letzte Ayahuasca-Zeremonie. 12.Tag: Rituelles Verbrennen der Intentionsstäbe. Nachbesprechung. Verabschiedung. 13.Tag: 8.00 morgens Rückkehr nach Tamshiyacu. Besuch der Privatschule Don Agustin's, "Ceipso". Vorgezogenes Mittagessen, danach Abfahrt nach Iquitos mit dem Schnellboot. Bezug des Hostals. Fahrt zum Markt von Belén, Kauf individueller Pflanzen und Medizin unter Begleitung von Don Agustin. Rest des Nachmittags zur freien Gestaltung. Abendessen an der Uferpromenade des Rio Itaya. 14.Tag: Abflug nach Lima gegen 9.00 Uhr. Transfer zum Gästehaus. Wahlweise Entspannen, Besuch des Pazifikstrandes oder des Indianermarktes in Miraflores in welchem hochwertige, sehr preisgünstige Wollkleidung angeboten wird, oder gänzlich eigenständiges Gestalten. Um 17.00h gemeinsame Rückkehr zum Flughafen. Gegen 20.00h Abflug nach Europa mit Iberia. 15.Tag: Ankunft in Madrid gegen 15.00h Ortszeit. Übernachtung am Flughafen (Wien-Reisende) oder Weiterflug zu deutschen Flughäfen. (Für Reisende über deutsche Flughäfen dauert die Reise somit 14 Tage). 16.Tag: Gegen 9 Uhr Abflug von Madrid nach Wien mit Iberia, Ankunft in Wien Schwechat gegen 12 Uhr mittags. Zusatzbemerkung: Die angegebenen Programmpunkte sind Eckpunkte eines bewährten Ablaufes. Gleichwohl sind sie vom Wetter abhängig und somit nicht auf einen bestimmten Tag festgelegt. Darüber hinaus kann Don Agustin Veränderungen entsprechend persönlicher Entscheidung vornehmen. Programm für eine Zusatzwoche in Otorongo, Don Agustins ehemaligem Kraftplatz im tiefen Dschungel
13.Tag: Nach dem Frühstück Zusammenpacken und 1,5-stündiger, abenteuerlicher Fußmarsch nach Otorongo. Einquartieren, Begrüßung des Baumes des Chuyachaqui, des Schutzgeistes des Waldes. Baden, Mittagessen. Abends Erzählungen von Zeitzeugen zur Geschichte Amazoniens. Sakrale Abend-Meditation im Tempel unter Einnahme eines Schluckes Pflanzenmedizin. 14.Tag: 4 Uhr morgens, Einnahme von Ajo Sacha, paradigmatische Pflanze zum Begrüßen der Wildnis. Nach dem Frühstück Exkursion in Kleingruppen in den Wald. Baumstudium. Nachmittags Plausch mit Don Luis Panduro, Meisterschüler Don Agustins und verdienstvoller Curandero. Abends Ayahuasca-Zeremonie mit Don Agustin und Luis Panduro sowie Teilnehmern aus dem Dorf. 15.Tag: Nachbesprechung. Analyse einiger ausgewählter Icaros durch Don Luis Panduro. Suche von Blättern zur Herstellung einer "Chakapa", dem Handwedel eines traditionellen Curanderos. Nachmittags frei, abends ganznächtige religiöse Versenkung im Tempel unter Begleitung von Doña Eugenia Medina Tananta, 66, der erfahrensten Vegetalistin im Dorf. 16.Tag: 4 Uhr morgens: Ajo Sacha. Ausschlafen, später Aufsuchen von individuellen Kraftplätzen und Konfrontation mit der Absicht der Schöpfung. Abends Ayahuasca. 17.Tag: Nachbesprechung. Nachmittags Beredung von Angelpunkten des schamanistischen Heilsystems, entsprechend der Interessenslage der Teilnehmer. 18.Tag: 4 Uhr morgens wiederum Ajo Sacha. Ganztägiges individuelles Arbeiten in Abgeschiedenheit am Lebensprojekt "Rekapitulation". Abendmeditation im Tempel mit Minimaldosis einer Pflanze. 19.Tag: Verabschiedung. Rückmarsch und -Fahrt nach Tamshiyacu, Einschiffung nach Iquitos. Bezug des Hostals. Fahrt zum Markt von Belén, Kauf individueller Pflanzen und Medizin. Rest des Nachmittags zur freien Gestaltung. Abends optionale Ayahuasca-Zeremonie bei Don Solon Tello, 78, dem angesehensten Spiritisten in Iquitos. 20.Tag: Abflug nach Lima gegen 9.00 Uhr. Weiteres siehe oben Programm "14 Tage". 21.Tag: Madrid, mit Weiterflug in deutsche Städte. 22.Tag: Weiterflug für Madrid-Übernachter nach Wien u.a. |