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Aufenthalt in Yushintaita August 2005  

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(@Guest)
Mitglied
Beigetreten: 11 Jahren zuvor
Beiträge: 17
21/05/2006 9:17 pm  

.....ich m?chte an dieser Stelle nicht in aller Einzelheit und detailliert von meinen Ahayuasca-Visionen berichten, diese den verschiedenen spirituellen Modellen zuordnen und bewerten.
Das wurde bereits von anderen Probanden und wenige Male von wirklichen Hilfesuchenden vor mir hundert- oder vielleicht tausendfach getan.
Jeglicher Versuch w?re aus meiner Sicht sowieso bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt.
Au?erdem denke ich, sind meine ganz pers?nlichen Ahayuasca-Erlebnisse f?r andere nicht so wichtig, dass es sich lohnen k?nnte, diese schriftlich an dieser Stelle wiederzugeben.
Eine Beschreibung dieser Art von Erlebnisraum ist zudem aus meiner Sicht genauso unm?glich, wie der Versuch, sich darunter etwas vorzustellen. Au?er, man hat es schon einmal selbst erlebt. Aber auch dann sind die Erfahrungen, die Weise, wie die Pflanze mit der jeweiligen Seele kommuniziert, von ganz individueller Art. So von einander verschieden, wie wir uns als individuelle spirituelle Wesen eben voneinander unterscheiden.

Deshalb m?chte ich ausschlie?lich von meinem Befinden vor und nach der Reise in den Dschungel berichten. Denn hierin spiegelt sich das Potential wider, dass ein jeder dort abgreifen kann, der sich ganz auf diese Art von Erfahrung einl?sst.
Ich w?rde mich zwar freuen, wenn es dem einen oder anderen hilft, sich f?r oder gegen eine solche Reise zu entscheiden. Jemanden ermuntern, oder gar auffordern es zu wagen und damit einen Teil der Verantwortung f?r diese Entscheidung ?bernehmen, m?chte ich aber auf keinen Fall.

Vom 13. bis 25. August 2005 bin ich mit einer Gruppe bei Don Agostin in Yushintaita gewesen.
Nicht nur die Ahayuasca-Erfahrungen, auch die Gegenwart des Dschungels mit seinem ?ppigen Leben, seinen Ger?uschen, seinen Ger?chen, seiner Stille und Wildheit, haben mich dabei tief greifend ber?hrt.
Ein starker Leidensdruck ist ausschlaggebend daf?r gewesen, die Reise anzutreten. Seit meiner Jugend litt ich unter Asthma, das mir zahlreiche schlaflose N?chte bereitete und mir zunehmend meine Energie und Lebensfreude nahm.
Zudem wurde ich von der mich umgebenden rationalen, modernen Welt immer st?rker vereinnahmt. Der Druck nahm stetig zu und ich begann, die Leichtigkeit des Seins zu verlieren. Mein psychischer Zustand verschlechterte sich stetig und ich bewegte mich auf eine Sackgasse zu.
Um es anders auszudr?cken: Ich bin als Zombie in den Dschungel gereist, um diesen zwei Wochen sp?ter k?rperlich und psychisch auferstanden wieder zu verlassen.

Den Ausschlag f?r meine Genesung kann ich nur mit hoher Wahrscheinlichkeit vermuten.
Zum einen war dies die Oje-Prozedur zu Anfang des Aufenthalts, die meinen K?rper radikal reinigte und mir nicht nur 48 Stunden Unwohlsein und starke k?rperliche Schmerzen bereitete, sondern mir auch eine wichtige Erkenntnis schenkte, woraus unter anderem eine komplett neue Einstellung meinem K?rper gegen?ber resultierte.
Zum anderen nat?rlich die Ahayuasca-Erlebnisse selbst, die mich bis heute (8 Monate danach) staunen lassen.
Ich bin immer noch stark beeindruckt und verzaubert ob dieser erlebten F?lle und Klarheit. Eine F?lle die kaum zu ertragen war. Ein orgastisches Sterben, hinab in die Seelentiefen meines Seins. Bunt, voll, unausweichlich, unkontrollierbar, trotzdem liebevoll und voller Sch?nheit. Mein wahres Ich - die Wahrheit erlebt.
Vergleichbar mit der Reise in eine fremde Welt, in der Zeit, Raum und alles uns, aus unserem menschlichen Sein Vertraute und Bekannte aufgehoben und nicht mehr g?ltig zu sein scheint - ein Bad in reiner, sonst nicht erfahrbarer Seelensubstanz.

Ich habe mich zuvor nicht mit Ahayuasca und seiner Wirkung befasst und bin wahrscheinlich auch deswegen vollkommen gel?st und offen in den Tod gegangen.
Gespr?che und der Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern lassen mich vermuten, dass die Intensit?t einer solchen individuellen Erfahrung und der Nutzen daraus, wohl wesentlich davon abh?ngt, inwieweit man durch vorherige Prozesse bereits vorbereitet ist und es einem vor allem gelingt (egal ob willentlich oder nicht), sich f?r Madre Ahayuasca und ihr Wirken zu ?ffnen.
Inwieweit der Einzelne bereit ist zur Hingabe, zum Loslassen, zum Sterben.
Ich habe mich zuvor auf spiritueller Ebene in Theorie und Praxis viele Jahre abschnittsweise mit Zen-, TM- und Freestyle-Meditation, Yoga, verschiedenen esoterischen Wegen und Spinnereien, bioenergetischer und spiritueller Heilung, den Weltreligionen und Kendo auseinander gesetzt.
Hatte ?ber viele Jahre Sathya Sai Baba als meinen Guru und habe seinen Ashram in Indien insgesamt dreimal besucht. Ihm und allen anderen gro?en Meistern geh?rt an dieser Stelle auch heute noch mein Respekt?..
Doch eine so tiefe und heilsame Erfahrung war mir bis Ahayuasca verwehrt.
Es war wohl gerade die vorher erw?hnte Todeserfahrung, die mich heilte.
Alles Innen- und Au?enliegende wurde bezogen auf meinen Ursprung neu relativiert, wodurch sich ohne mein Zutun eine gro?e Anzahl Neurosen und fr?her zum ?berleben notwendiger Hilfskonstruktionen aufl?sten.
Ich f?hle mich sehr befreit und im Jetzt angekommen. Ziellos, zufrieden, in meiner Mitte ruhend. Das Treiben der Welt l?sst mich unber?hrter. Ich nehme die darunter verborgene Stille wahr, kann Sie jederzeit f?hlen.
Mein Unterscheidungsverm?gen ist gesch?rft, wodurch ich die f?r mich wichtigen Dinge des Lebens deutlich erkennen kann.
Es hat sich ein mir zuvor unbekanntes, weiches und entspanntes K?rpergef?hl eingestellt und es durchstr?mt mich eine wohltuende Energie.
Und?ich, als Ego, nehme mich pers?nlich nicht mehr so sehr wichtig und verstehe mich nun mehr als Teil des Ganzen, was mich das gro?e Geheimnis ?Leben? runder und auf eine angenehme, gelassene Art und Weise erleben l?sst......

Viele Gr??e an Dich und Deine Familie Wolfgang.....


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