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Reise-Nachbetrachtung  

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(@Elisabeth B.)
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Beigetreten: vor 8 Jahren
Beiträge: 1
24/02/2011 11:06 pm  

Zwei Monate bin ich nun zurück, von einer Reise, die mich nachhaltig beschäftigt, mehr als ich wahrhaben wollte, als ich wieder europäischen Boden betrat.
Die Zeit im Dezember 2010 bei Don Augustin und bei Dr. Himmelbauer in Otorongo zähle ich mit zu den prägendsten Zeiten, die ich bis jetzt in meinem Leben erfahren durfte. Ich selbst war zu der Zeit - und bin es immer noch - in einem großen Lebensveränderungsprozess, ich habe quasi alles, was mich bis jetzt ausgemacht hat, hinter mir gelassen.

Die Reise zu den "Geistern des Urwaldes " war als Abschluß eines Sabbaticals gedacht. Ich wollte anschließend in einen "Geordneten Neubeginn " einsteigen.
Schon in Peru ging ich durch einen "körperlichen und mentalen Schleudergang", von totaler Ablehnung bis großer Akzeptanz und Bewunderung war alles dabei. Don Augustin in seiner tief fundierten Einfachheit hat mich einerseits an meine Grenzen gebracht, denn mein intellektuelles Gehirn spielte verrückt, andererseits habe ich, vielleicht auch geprägt durch meine Tiroler Kindheit, in der Geister und andere Phänomene durchaus zum Leben gehören, tief in mir gespürt, daß sich hier für mich etwas Grundsätzliches ändert.

Ich beschloß dann einfach, pragmatisch alles mitzumachen, was ansteht, denn dazu bin ich ja da. Diese Einstellung half mich über die ganze Zeit hinweg, auch in Otorongo durch alles duchzugehen, was anstand, und es war viel, was mein Ego kritisch bis ablehnend bewertete.

Jetzt, nach einiger Zeit wieder in Europa, spüre ich mehr und mehr, daß mich die Energie der beiden Enklaven nachhaltig begleitet und prägt.
Irgend etwas ist anders in meinem Leben. Im Moment zerbrechen die letzten Verbindungen zu meinem "alten Leben". Ich stehe da und bin dabei, täglich neu zu entscheiden, warum ich auf dieser Welt bin.
Auf diesem Weg begleitet mich stark auch die energetische Präsenz von Dr.Himmelbauer, dessen Ausführungen zu bestimmten Themen und ganz einfach seine Form zu leben in einem Land, in dem es täglich oft darum geht, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Wohltuend ist und war für mich auch der spürbare Geist des Hl. Franziskus.

Anfänglich habe ich auch oft gelästert über die Wirkung von Ayahuasca und die Schere, die ich glaubte zu erkennen, zwischen der "einfachen Herangehensweise" an bewußtseinsverändernde Methoden und dem Stand der europäischen Sicht und Denkweise.
Mittlerweile bin ich sehr still und ehrfürchtig geworden, denn ich habe zumindest in den Ansätzen erkannt, daß es gerade diese Einfachheit, diese Konzentration auf das Wesentliche ist, die mich am meisten geprägt haben.
Auch die Disziplin im Umgang mit geistiger Entwicklung, wie ich sie bei Don Luis gespürt habe, mit einer gleichzeitig ganz weltlichen gesunden Lebensführung, hat mich schwer beeindruckt.
Ich sehe da auch einige Parallelen zu den Bergregionen Tirols, in denen nie von Spiritualität gesprochen wird und sie doch in großer Tiefe und Bescheidenheit gelebt wird.

Otorongo und dort vor allem das "Fastenhaus" läßt mich nicht mehr los.
Ich spüre fast, die Zeit wird kommen und ich werde mich nochmals einen Monat lang in die Hände von Dr. Himmelbauer und in die Energie von Otorongo begeben, ob mir dann die Geister, die ja immer auch beschworen werden, begegnen, das lasse ich offen.

Ein großer Dank an ihn für die außergewöhnlich fürsorgliche und doch zurückhaltende Begleitung, danke für die Zeit im Urwald von Peru.


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